Wissenswertes über Kerzen

Was tun, wenn der Docht rußt? Welche Fertigungsverfahren zur Herstellung von Kerzen gibt es? Unser Kerzen-ABC liefert die passenden Antworten auf Ihre Fragen:

Abstand:
Stehen brennende Kerzen zu dicht nebeneinander, können sie sich durch die Wärme der Flamme verformen. Der Abstand sollte deshalb mindestens zehn Zentimeter betragen.

Brenndauer:
Kerzen sollten jedes Mal so lange brennen, bis der ganze Brennteller flüssig geworden ist. Sonst bildet sich ein hoher Wachsrand, der die Flamme beeinträchtigt.

Dochtlänge:
Die ideale Dochtlänge beträgt fünf bis zehn Millimeter. Ein längerer Docht rußt und sollte gekürzt werden.

Duftkerzen:
Immer mehr Kerzenfreunde entdecken die angenehme Kombination von Kerzenlicht und sinnlichen Düften. Dabei werden Duftkerzen hauptsächlich dazu verwendet, mehr Wohlfühlatmosphäre und Gemütlichkeit ins Haus zu bringen. Sie werden aber auch gerne zur Dekoration eingesetzt oder um unangenehme Gerüche zu vertreiben.

Erste Kerze:
Die älteste erhaltene Wachskerze stammt aus dem ersten Jahrhundert nach Christus und befindet sich in Frankreich (Vaison / la Romaine).

Farben:
Farbige Kerzen entstehen durch das komplette Einfärben oder durch Eintauchen weißer Kerzen in ein Farbbad mit Wachs. Außerdem können sie bedruckt werden. Die Motive und Farben orientieren sich meist an aktuellen Saison- oder Einrichtungstrends.

Flamme:
Die Kerzenflamme ist ein offenes Feuer und wird bis zu 1.400°C heiß.

Gießverfahren:
Es gibt verschiedene Arten Kerzen herzustellen. Beim Gießverfahren wird der Docht in Formen gespannt und mit Wachs umgossen. So entstehen beispielsweise Spitzkerzen und Kerzen im Glas.

Hitze:
Kerzen sollten nie direkter Sonneneinstrahlung oder anderen Wärmequellen ausgesetzt werden, da sie sich sonst verformen können.

Kerzenrand:
Ein zu hoher Rand bei einer Stumpenkerze kann die Flamme beeinträchtigen und lässt sich im warmen Zustand gut abschneiden.

Lagerung:
Kerzen sollten kühl, trocken und staubfrei in dunklen Räumen gelagert werden. Für Stab- und Tafelkerzen gilt: liegend lagern, damit sie ihre Form behalten.

Nachtkerzen:
Bei Nachtkerzen handelt es sich nicht um eine Kerze, sondern eine Pflanze, die ihre gelben Blüten erst in der Dämmerung öffnet.

Paraffin:
Die meisten Kerzen werden heute aus dem wachsartigen, geruchlosen und ungiftigen Rohstoff Paraffin hergestellt, der überwiegend aus Erdöl gewonnen wird.

Reinigung:
Verstaubte bzw. verschmutzte Kerzen reinigt man am besten mit einem nicht fusselnden Tuch (z.B. Leinen), das mit Spiritus oder Wasser befeuchtet wurde.

Schnuppe:
Als „Schnuppe“ wird das verkohlte Ende eines Kerzendochtes bezeichnet. Wenn jemandem etwas „schnuppe“ ist, dann ist es ihm so viel Wert, wie das verkohlte Ende eines Dochtes. In Berlin wurde der Begriff ab etwa 1850 verwendet. Er stammt vom mittelalterlichen Wort „schnuppen“ ab und bedeutet so viel wie „putzen“. Der Docht einer Kerze musste früher geputzt werden. Und „Sternschnuppe“ heißt es, weil man früher dachte, es sei ein Stück vom Stern weggeputzt worden.
Wachsflecken entfernen: Aus Textilien lässt sich Wachs leicht entfernen, indem man ein saugfähiges Papier (z.B. Löschpapier) auf die Flecken legt und mit einem heißen Bügeleisen darüber gleitet. Auf glatten Flächen können die Flecken mit einem Fön verflüssigt und anschließend mit Papier weggewischt werden.

Ziehverfahren:
Das Kerzenziehen ist eines der ältesten Herstellungsverfahren, bei dem der Docht immer wieder durch ein heißes Wachsbad gezogen wird. Bei jedem Durchgang wird mehr Wachs aufgenommen, bis die Kerze die gewünschte Dicke erreicht hat. Das Ziehverfahren wird zur Herstellung von Stabkerzen verwendet.

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